Weiß kann die Farbe nicht verlieren

Foto Gisbert Körner,  2005           Kohle, Kreide, Graphit  auf Papier, auf Holzkörper 130 x 150 cm

2007,

Foto Jozef Wronski

2007

Dr.Andrea Zupancic, DEW21 Kunstpreis 2007                                                                                          Begründung der Entscheidung

Ewa Zygalska reduziert die Zeichnung auf ihren Ursprung. Die Zeichnung konstituiert sich aus schwarzen Linien auf weißem Papier, sie bildet nichts ab, weist auf nichts hin, sie stellt nichts dar außer dem was sie ist, ein Konvolut von Schwarz und Weiß, von Licht und Dunkel. Die Linien sind in einer unendlichen Bewegung begriffen. Sie versetzen sich untereinander in Schwingungen und werden zu einer pulsierenden Materie, die unser Auge fesselt. In einem beinahe kosmische Chaos verdichten sie sich und streben wieder auseinander. Sie weisen über die Bildfläche hinaus, und unser Auge deutet sie als Ausschnitt aus einem größeren Ganzen, das sich im Unendlichen verliert. Die Jury war beeindruckt von der stillen, meditativen Kraft der Bilder von Ewa Zygalska und ihrer technischen Perfektion.